Hoher Kontrast Grafische Version

News

Panorama, 14.06.2012 13:16
Statt Hundetoiletten lieber mehr öffentliche WC'S fordert der Verein FreundeAmici

Verwundert reagiert der Verein chronisch entzündlicher Darmkrankheiten „FreundeAmici“ auf die Nachricht, dass das Land, laut Aussage von Landesrat Bizzo, über 184.000 Euro für eine Hundetoilette ausgibt. In Südtirols Gemeinden fehlt es stattdessen an öffentlichen WC'S.


Für Crohn und Colitis Kranke, bzw. für Patienten mit anderen Erkrankungen, oder einfach für alle Menschen, die oft dringend ein WC benötigen, ist der Mangel an öffentlichen Toiletten wirklich ein dringliches Problem. Nicht nur für Patienten mit chronisch entzündlichen Darmkrankheiten, sondern auch bei anderen Pathologien wie Prostata, MS und Urge Syndrom ist ein in der Nähe befindliches, leicht und problemlos zu erreichendes WC wichtig für eine gute Lebensqualität.

In vielen unserer Städte und Dörfer fehlt es leider an öffentlichen Toiletten und das macht dann jeden Stadtbummel oder Einkauf zur Tortur. Aber auch ältere Leute haben öfters den Drang das stille Örtchen aufzusuchen. Es würde einem Tourismusland wie Südtirol sicherlich nicht schaden, auch für ältere, bzw. kranke Touristen solche Dienste anbieten zu können. Während der Neubau einer solchen Toilette bis zu 100.000 Euro verschlingen würde, und die jährlichen Führungskosten mit über 20.000 Euro zu Buche schlagen, wäre das von uns favorisierte System billiger, einfacher und effektiver:

Schon seit langem gibt es etwa in Deutschland das System der „Netten Toilette“. Geschäfte, Gaststätten oder andere öffentliche Lokale stellen dabei ihr WC der Öffentlichkeit zur Verfügung. Sie erhalten dafür eine monatliche Vergütung, sowie gratis Werbung mittels Flyer und Aufklebern. Einige unserer Mitglieder haben in Deutschland festgestellt, dass dieses System gut funktioniert, siehe: http://www.die-nette-toilette.de/. Bei etwa 9-10 daran teilnehmenden WCs entstehen jährliche Gesamtkosten von nur max. 10.000 Euro.

www.freundeamici.com