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Panorama, 10.08.2012 08:23
Rückblick auf den Workshop der Freiwilligen-Koordinatoren in Sarnthein

Freiwillige und deren Mitarbeit müssen organisiert und koordiniert werden, damit das Engagement für alle bereichernd ist und der Spaß, sowie die Zufriedenheit erhalten bleiben. Tipps und Tricks, wie dies gelingen kann, erfuhren die Freiwilligen-Koordinator/innen der Mitgliedsorganisationen in einem Workshop, den der Dachverband zum zweiten Mal organisiert hat. Um der Hitze der Stadt zu entfliehen, fand er in Sarnthein statt. Im dortigen Sprengel kamen am 31. Juli über 20 Aktive zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und Arbeitsinstrumente kennenzulernen.


Es war vor allem ein Tag des Dialogs, des Austauschs, der Kennenlernens – sei es von Menschen untereinander, sowie von verschiedensten Ideen und konkreten Beispielen, um ein Ziel zu erreichen das alle gemeinsam haben: die Arbeit mit den Freiwilligen in den Organisationen zu erleichtern.

Vertreten waren die Mitgliedsvereine AIDO, Blindenzentrum, GWB - Genossenschaft Werktätiger Behinderter, Plattform für Alleinerziehende, Pro Positiv Südtiroler Aids Hilfe, Multiple Sklerose Vereinigung, LAPIC, Lebenshilfe, LILT – Liga zur Krebsbekämpfung, Volontarius. Als externen Gast begrüßte die Organisatorin Simonatta Terzariol von der Dienststelle zum Sozialen Ehrenamt Frau Daniela Bonmassar von der Organisation La Strada-Der Weg.

Am Vormittag ging es um das Thema „Beziehungen in der Freiwilligenarbeit“, um Nähe bzw. Distanz zu Freiwilligen und darum, wie mit Spannungen umgegangen werden kann. Außerdem wurden verschiedene Formen und Möglichkeiten der Anerkennung von Freiwilligenarbeit besprochen. In Gruppen wurden einige Problematiken erörtert und Lösungsmöglichkeiten debattiert.
Nach einem gemütlichen Mittagessen in einem nahe gelegenen Gasthof und einem Cafè unter einem schattenspendenden Kastanienbaum ging es am Nachmittag wieder an die Arbeit. Thema war nun die „Kommunikation“.

In einer ersten Runde gaben die Teilnehmer/innen einen Einblick, wie die Vereine mit der Öffentlichkeit bzw. mit Freiwilligen und Mitgliedern in Kontakt treten. Sie präsentierten dabei auch Beispiele anhand von Drucksachen, die mitgebracht worden waren. Ersichtlich wurde eine Vielzahl von Kommunikationsmitteln, die Verwendung finden: Telefon, E-Mail, Briefe, Mund-zu-Mund-Propaganda, Kommunikation über Internet, etwa eigener Webseite, Soziale Netzwerke wie Facebook. Kontakte und Kommunikation kommen aber auch durch Spendenboxen zustande oder durch Broschüren, Infoblätter/Zeitungen, Postkarten, Plakate, Flyer, Kalender, Werbung (Auto, Busse). Auch Tragetaschen mit Vereinslogo und Motto, Bekleidung wie T-Shirts, Windjacken mit Logo/Motto der Organisation kommen zum Einsatz. Als wichtig genannt wurde auch die Präsenz auf Veranstaltungen oder Infostände in Dörfern und Städten, sowie klassische Medienarbeit durch Pressemitteilungen, Pressekonferenzen.

Auf eben diese klassische Medienarbeit ging abschließend der RAI-Journalist Lucio Giudiceandrea ein, der einen kompakten Einblick in die Welt von Radio, Fernsehen und Zeitungswesen gab. Er konnte anhand von Beispielen typische Fehler aufzeigen, die von vielen gemacht werden und gab gute Tipps, wie Medien- und Pressearbeit erfolgreich gelingen kann. Dabei entstand eine angeregte Diskussion mit den Teilnehmer/innen, die über gute und schlechte Erfahrungen im Umgang mit Journalisten und Medien berichteten. Der Workshop endete schließlich mit einem Besuch des örtlichen Dorfmuseums „Rohrerhaus“, das seine Tore extra dafür geöffnet hatte.