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Bozen/Rom – Zehn-Prozent-Verrechnung - Pauschale Lohnsteuer für bestimmte Entgeltszahlungen

Wer in den Jahren 2009 und/oder 2010 Mitarbeitern Prämien bezahlt hat, für die diese die pauschale Lohnsteuer von zehn Prozent in Anspruch nehmen dürfen, kann mit dem jetzt anstehenden Lohnsteuerausgleich eine Verrechnung vornehmen und Beträge rückerstatten.
Wie an dieser Stelle mehrfach berichtet, ist mit dem Gesetz Nr. 191/2009 eine Lohnsteuerreduzierung für bestimmte Lohnelemente gewährt worden, welche im Betrieb zu einer Steigerung der Produktivität führen, Innovationen bewirken und/oder dazu beitragen, die Effizienz der Organisation zu steigern. Für bezahlte Lohnbestandteile betreffend

Überstunden/ Überstundenpauschale,

Feiertagsarbeit,

Nachtarbeit,

Turnusarbeit und

geleistete Mehrarbeit bei Teilzeit-Arbeitsverhältnissen

kann für die Jahre 2009 und 2010 die reduzierte Einkommensteuer von zehn Prozent anstelle der progressiven Steuer mit Eingangssteuersatz von 23 Prozent zur Anwendung kommen. Dafür sind aber Einkommensgrenzen und Höchstbegünstigungen vorgeschrieben. Im Jahr 2009 galten ein Jahreseinkommen 2008 von maximal 30.000 und ein Jahreshöchstbetrag von 6.000 Euro, im Jahr 2010 dagegen ein Jahreseinkommen von maximal 35.000 Euro im Jahr 2009 und weiterhin ein Höchstbetrag von 6.000 Euro.

Anlässlich des mit der Dezemberentlohnung 2010 durchzuführenden Lohnsteuerausgleichs kann bei Zutreffen der erwähnten Voraussetzungen noch für das gesamte Jahr 2010 von den Betrieben die diesbezügliche Verrechnung gemacht und können den Arbeitnehmern eventuell zu viel abgezogene Steuern rückvergütet werden; der Betrieb hat keinen Nachteil, da die Steuerrückerstattung von der laufenden Steuerschuld abgezogen wird.

Was hingegen das Jahr 2009 betrifft, müssen eventuell zu viel gezahlte Lohnsteuern im Vordruck CUD 2011 erklärt werden und der/die Arbeitnehmer müssen dann zwecks Rückerstattung bzw. Verrechnung die vereinfachte Steuererklärung 730/2011 machen. (hw)


Quelle: SWZ - Südtiroler Wirtschaftszeitung vom 31.12.2010