Hoher Kontrast Grafische Version

Archivio stampa

Das Ende von Grain - Bruneck: Der Schuldenberg zu groß, die rettende Lösung nicht in Sicht. Der Weiterbildungsverein Grain muss 2011 dicht machen

(bb) Kein Geld mehr für Grain – so hat es die Landesregierung entschieden. Mit Ende des Jahres 2010 muss das Brunecker Weiterbildungsinstitut Grain die Kursangebote der Erwachsenenbildung einstellen. Lediglich die integrierte Volksschule und das Kunstatelier IKA werden weitermachen – sie werden im kommenden Jahr von einem Sozialverein übernommen. Ein hochverschuldetes Weiterbildungsinstitut ohne rettenden Anker in Sicht – was gerade mit Grain passiert, erinnert an das Los des Brunecker Weiterbildungsinstituts Rainbow. 1984 gegründet, musste es vor zehn Jahren sein Angebot einstellen. Das Ende, das Grain jetzt nimmt, sei eigentlich schon vorherzusehen gewesen, meint nun der geschäftsführende Präsident Hansjörg Viertler. „Weil solche Institutionen immer unterfinanziert sind“, fügt er hinzu. Er selbst sei sich dessen anfangs nicht bewusst gewesen. Als Präsident haftet er nun auch persönlich für die Defizite seines Vereins.
Es sind nicht die ersten negativen Schlagzeilen, die das Weiterbildungsinstitut macht. 2005 bekamen die Vorstände von Grain und Rainbow Besuch von der Finanzpolizei. Der Vorwurf: Veruntreuung öffentlicher Gelder. Nach vier Jahren wurden die Ermittlungen eingestellt – allein die Lage der Pusterer Weiterbildungsinstitute konnte sich danach nicht verbessern. Verwickelt war in beiden Fällen Gabriel Felder. Als Rainbow-Geschäftsführer und als Vorstandsmitglied von Grain.


Fonte: FF - Südtiroler Wochenmagazin da 23/12/2010